Die letzte Premiere nach einer sehr durchwachsenden Spielzeit der Bayerischen Staatsoper mit so einigen enttäuschenden Neuproduktionen hat für vieles aus den vergangenen Monaten entschädigt: Gabriel Faurés sehr selten aufgeführte Oper "Pénélope" stand auf dem Programm, traditionell als zweite Festspielpremiere im Prinzregententheater aufgeführt. Die Oper stellt die bekannte Odysseus-Geschichte aus der Perspektive von Penelope dar. Es ist ihre Geschichte, und die Geschichte der gewalttätigen Rache an den Freiern. Nachdem sie brutal und gnadenlos abgeschlachtet worden sind, endet die Oper in einem Hymnus auf Zeus´ Gerechtigkeit.