Neues Morgenblatt
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Theater · Literatur

Ergreifend und beschwingt

Riccardo Muti dirigiert das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

1. Juni 2024  ·  Christian Gohlke

In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk wies Riccardo Muti jüngst auf „eine Vorliebe jüngerer Dirigenten für beeindruckende Lautstärke“ hin, „die auch das Publikum mit wenigen Ausnahmen begeistert.“ Dieser Entwicklung sei es wohl zuzuschreiben, dass die Musik Schuberts aus „den symphonischen Konzertprogrammen verschwindet“. In der Tat: Wer die Spielpläne der großen Orchester mustert, seien es die Wiener oder Berliner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks oder das Concertgebouw-Orchester, wird Mutis These bestätigt finden: Schostakowitsch und Mahler, Brucker, Strauss und andere spätromantische Schwergewichte dominieren mit ihren üppigen, mitunter schwülstigen Klangwelten die Spielpläne. Werke von Mozart, Schubert, Haydn oder gar Bach werden von traditionellen Orchestern kaum mehr gespielt. –

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