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Theater · Literatur

Etikettenschwindel bei Shakespeares „Sturm“

Thorleifur Örn Arnarsson inszeniert Shakespeares „Sturm“ mit zu viel Musik und zu wenig Magie

12. März 2022  ·  Christian Gohlke

Eines muss man dem Burgtheater lassen: Anders als in München oder Berlin, wo auf den großen Bühnen echte Dramen kaum noch gespielt werden, kann man in Wien gelegentlich noch richtige Theaterstücke ansehen. Große Namen zieren den Spielplan des ehrwürdigen Hauses am Ring: Neben zeitgenössischen Autoren werden Dramen von Schiller, Goethe, Euripides gespielt, während etwa die Kammerspiele in München, früher weiß Gott ein bedeutendes Haus, zum Beispiel eine „immersive Spurensuche“ („Wo du mich findest“) oder die „Reparatur einer Revue“ („Wer immer hofft, stirbt singend“) oder „eine interaktive Installation“ („Pigs“) zu bieten haben.

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