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Theater · Literatur

Klaus Mäkelä beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Klaus Mäkelä beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

7. Oktober 2021  ·  Raphael Haghuber

Verstehen kann man es nicht, aber man muss es als Tatsache akzeptieren, dass der Münchner Herkulessaal an diesem Abend nur zur Hälfte besetzt war, und zwar nicht bedingt durch Corona-Maßnahmen, sondern ganz einfach nicht ausverkauft, nicht einmal annähernd! Was ist denn mit dem sonst so treuen BR-Publikum geschehen? Kann es tatsächlich sein, dass die erste Konzerthälfte mit Bartók und Martinů zwei Komponisten präsentierte, die dem Geschmack der potenziellen Zuschauermenge so sehr entgegenstanden, dass sie trotz einer vermeintlichen „Entschädigung“ durch Mahler im zweiten Teil nicht kommen wollte? Oder lag es daran, dass der Dirigent Klaus Mäkelä, auch wenn er beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in der vorletzten Saison sensationell eingesprungen war, keinen Vertrauensvorsprung zugestanden bekam?

Seit diesem in höchstem Maße anregenden Konzertabend dürfte zumindest dem erlesenen Besucherkreis bewusst sein, dass man mit dem heute erst 25-jährigen Finnen zu rechnen hat, wenn man über wichtige Orchesterleiter der Gegenwart und Zukunft spricht. Nicht nur ist er bereits seit 2020 Chefdirigent bei den Philharmonikern in Oslo, er steht ab der kommenden Spielzeit auch an der Spitze des Orchestre de Paris und wird als erster Dirigent seit 40 Jahren von dem legendären Plattenlabel Decca exklusiv unter Vertrag genommen.

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